Feuersalamander und Rotkehlanolis - Dominics-Tiere.de

Feuersalamander



Allgemeines


Der Feuersalamander (lat. Salamandra salamandra) gehört zu den Amphibien. Er ist ein Schwanzlurch und wird bis zu 20 cm gross. Bei guter Pflege können Feuersalamander bis zu 50 Jahre alt werden. Feuersalamander lieben die Feuchtigkeit und Nähe zu Gewässern. Sie sind dämmerungs/nachtaktiv, dass heisst, dass sie erst am Abend aus ihren Verstecken kommen. Feuersalamander legen keine Eier wie andere Lurche, sondern legen schon lebende mit Kiemen atmende Larven ins Wasser ab. Nach ca. drei Monaten nehmen die Larven die Gestalt eines adulten Salamanders an. Wenn dies vollendet ist, fallen den Larven die Kiemen ab und es wachsen ihnen Lungen.Dann verlassen sie das Wasser und betreten zum ersten mal das Land. Der grösste Feind des Feuersalamanders ist der Mensch, der durch die Trockenlegung von Teichen den Nachwuchs der Feuersalamandern den Lebensraum nimmt. Ein adulter Feuersalmander hat keine wahren natürlichen Feinde, da er ungenießbar und giftig ist. Die Gelb-Schwarze Färbung soll seine Feinde abschrecken, da sein Gift für Tiere tödlich ist. Für Menschen ist es harmlos, solange man Folgendes unbedingt beachtet:
1. Achten Sie immer darauf, dass Sie auf den Händen keine offenen Wunden haben.
2. Das Gift darf auf keinen Fall in die Schleimhäute (Mund) gelangen.
3. Nach jedem Kontakt mit dem Tier die Hände gründlich waschen!
Wenn Sie darauf achten, kann nichts passieren.
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Anschaffung


Der Feuersalamander ist eine einheimische Art und stark vom Aussterben bedroht. Sie stehen unter der BundesArtenSchutzVerordnung (BArtSchV). Das bedeutet, dass es strengestens verboten ist, die Tiere aus der Natur zu entnehmen. Dieses Handeln ist strafbar! Da sie zu den geschützten einheimischen Arten gehören, sind Feuersalamander anmeldepflichtig. Man erhält beim Erwerb eine Herkunftsbescheinigung und muss die Tiere bei den zuständigen Behörden anmelden. Man kann es wie mit Hunden vergleichen, blos mit dem Unterschied, dass die Haltung von Feuersalamandern steuerfrei ist. Am besten erwirbt man Nachzuchten von Züchtern, die viel Erfahrung haben und einem Tipps und Ratschläge geben können. Außerdem kann man sich meistens die Haltungsbedingungen beim Züchter ansehen. Im Tierhandel werden Salamander gelegentlich angeboten. Meistens adulte Tiere, welche aber oft mit Krankheiten oder Parasiten befallen sind.
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Haltung


Der Feuersalamander lebt in feuchten und kühlen Wäldern, und ist erst am Abend oder in der Nacht aktiv. Um diese Tiere also artgerecht zu halten, müssen alle diese Lebensweisen beachtet werden. Hier sollte man sich Mühe geben, den natürlichen Lebensraum so genau wie möglich zu gestalten. Damit meine ich nicht, das im Terrarium Bäume wachsen müssen, sondern das die Grundbedürfnisse erfüllt werden. Man hält Salamander am besten in Terrarien mit großen Lüftungsschlizen oder einem Aquarium ohne Deckel. Auf jeden Fall sollten min. 3cm breite Glasstreifen an den Rändern angebracht werden, da Feuersalamander problemlos Scheiben hochklettern können und dann einen Ausflug in die Wohnung unternehmen. Dort würde das Tiuer nicht mehr lange überleben und verenden. Nun zu den Bedürfnissen. Feuersalamander brauchen es kühl. Ein Platz nehmen der Heizung oder allgemein in einem geheizten Zimmer ist absolut fehlgeeignet. Am besten ist ein schattiger Platz in der Wohnung z.B. Nordfenster oder der Keller. Im Keller werden die Temperaturen nämlich meist nicht höher als 22°C, denn ganau dies sind die Höchsttemperaturen. Die Grenze von 22°C sollte nicht zu lange überschritten werden. Gelegentlich kann es auf 25°C kommen, aber bei höheren oder langanhaltend hohen Temperaturen, würden die Tiere schnell verenden. Die Temperatur ist ein sehr wichtiger Punkt in der Haltung aller einheimischen Amphibienarten. Als nächstes muss die Luftfeuchte beachtet werden. Sie sollte bei 70-100% liegen, damit die Salamander freiwillig ihr Versteck verlassen. 50-60% sind lebensnotwendig. Doch nicht abschrecken, eine solch hohe Luftfeuchte ist leicht hinzukriegen. Durch 2 faches Sprüchen am Tag (morgens & abends) sollte es kein Problem sein. Es soll jedoch feucht sein, nicht nass! Stauende Nässe bei mangelnder Belüftung ist lebensgefährlich! Auch wenn Feuersalamander es feucht mögen, wollen sie es manchmal trocken. Deshalb sollten immer trockene Bereiche vorhanden sein. Zum Beispiel Verstecke aus Schieferplatten, die man nur selten oder schwach besprüht. Mehr erfahren Sie unter "Terrarium".
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Ernährung


Der Feuersalamander ernährt sich ausnahmslos von lebenden Tieren. Er frisst alles was er überwältigen kann, manchmal ist dies größer als der eigene Kopf. Die Hauptspeiße besteht aus Insekten, wie zum Beispiel Käfer, Spinnen und Asseln. Regenwürmer sind ebenfalls sehr beliebt. Auf Vitamine kann man bei der Ernährung von Feuersalamandern komplett verzichten, wenn man abwechslungsreich füttert! Einseitige Ernährung führt zu Mangelerscheinungen. Von Frühling bis Herbst kann man sich Futter selbst fangen, wenn man die Möglichkeit hat. Futterinsekten wie Heimchen sind in allen Zoogeschäften mit Terraristikabteilung vorhanden. Diese sind jedoch sehr vitaminarm. Deshalb ist es empfehlenswert, die Heimchen in einer Faunabox zu halten. Ich persönlich nehme dazu eine 30x15cm große Faunabox, fülle sie mit Holzspänen und gebe als Verstecke Eierpackungen hinein. Sehr wichtig ist eine kleine Schale mit wasser (z.B. von einem Einmachglas). Die Heimchen werden darüber herfallen. Täglich frisches Grün wie Salat, Graß und anderen Gemüsearten wie Möhren sind wichtig und verleihen den Heimchen Vitamine. Fazit: Gesundes Obst -> gesunde Heimchen -> gesunde Tiere -> froher Halter

Terrarium


Nun komme ich auf das Thema "Terrarium" zu sprechen. Die Mindestmaße für 2 Feuersalamander sollte 80x40 cm betragen. In einem geräumogen Terrarium mit den Maßen 100x50cm, können sich 6 Salamander wohlfühlen. Anders als bei den Reptilien, streiten Feuersalamander nicht ums Revier oder um die Weibchen. Somit kann man z.B. 5 Männchen und 2 Weibchen halten, ohne dass es zu Beißereien etc kommen würde. Außer zur Paarung, beachten sich die Tiere nicht einmal. Versteckmöglichkeiten dürfen in keinem Terrarium fehlen. Nur können sie sich richtig wohl fühlen. Außerdem kann es zur Futterverweigerung führen, wenn keine Versteckmöglichkeiten und kein Licht/Blickschutz besteht. Aber nun zur Einrichtung. Als Bodengrund eignen sich besonders zwei Methoden: Schaumstoff oder Seramis/Kies. Schaumstoff gibt es in vielen Matratzenläden und Baumärkten. Es ist leicht auswaschbar und auch leicht am Gewicht. Für ein großes Terrarium also empfehlenswert. Für mein kleines 60x30 terrarium für meine 2.0.1 Salamandra s. terrestris nehme ich jedoch als erste Schicht ca. 3cm Seramis und 3-5cm Kies. Für adulte Tiere sollte an einer kurzen Seite des Terrariums 10 cm Platz sein. Dort füllt man das Wasser ein. Da Seramis Wasser ein bischen "einsaugt" und Kies kein Wasser aufnimmt, bleibt es oben schön feucht und nicht naß. Der Wasserstand von ca. 3 cm ist für das Absetzen der Larven gedacht. Schwangere Weibchen brauchen einen Ablegeplatz. Hier zwei Zeichnungen als Demonstration: Klick und Klick Darauf kommt nun eine dicke Moosschicht. Moos kommt in der Natur der Feuersalamander sehr häufig vor und ist für diese hohe Luftfeuchte gut geeignet. Nun brauchen Sie nur noch Verstecke. Diese sind leicht einzurichten. Rinde von Bäumen, Schieferplatten auf Steine gelegt, Äste gestappelt und vieles mehr. Jedoch sollten Sie immer darauf achten, dass alle Verstecke einbruchsicher sind. Dies war's erst einmal zum Thema Haltung.

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Unterarten


Salamandra s. terrestris
Salamandra s. terrestris (Solling) (c) by feuersalamander.com
Salamandra s. terrestris (solling rot) (c) by Catrin Grollich
Salamandra s.salamandra (c) by feuersalamander.com
Salamandra s. bernardezi (c) by Stefan Chmarzynski
Salamandra s. gigliolii(c) by Stefan Chmarzynski
Salamandra corsica (c) by feuersalamander.com
Salamandra algira (c) by feuersalamander.com
Salamandra algira tingitana (c) by feuersalamander.com
Salamandra infraimmaculata semenovi (c) by feuersalamander.com
Salamandra s. gallaica (c) by feuersalamander.com
Salamandra s. gallaica Crespoi (c) by feuersalamander.com

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Zucht


Mit einem Alter von 3-4 Jahren beginnt die Geschlechtsreife der Feuersalamander. Männchen kriegen nun eine dicke und angeschwollene Kloake. Dies ist die Möglichkeit der Geschlechtsunterscheidung. Die Paarung beginnt im Herbst. Das Männchen versucht sich unter das Weibchen zu schieben um es "Huckepack" zu tragen. Dann stimmt es das Weibchen zur Paarung ein, indem es mit seinem Kopf an der Kehle des Weibchens reibt. Danach setzt das Männchen einen ca. 5mm großen Gallertkegel ab, an dessen Spitze sich das Samenpacket mit Sperma befindet. Das Weibchen setzt sich nun vom Männchen ab und nimmt das Samenpacket mit der Geschlechtsöffnung auf. Danach trennen sich die beiden. Im Früjahr, bei beginn der Eisschmelze kommen nun die Weibchen zum Vorschein. Sie suchen nun Bäche und Teiche auf um einen geeigneten Platz für die Larven zu finden. Das Ablegen findet nicht wie am Fließband statt, sonder wird oft für mehrere Tage unterbrochen. Insgesamt kann es mehrere Tage bis Wochen dauern. Feuersalamander können bis zu 70 Junge bekommen. Man sollte es sich also gut überlegen bevor man züchtet, denn eine Aussetzung der Larven ist strengstens verboten! Außerdem sollte man sich über die Futterkosten im klaren sein! Näheres unter "Larven/Jungtiere".
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Larven & Jungtiere


Nachdem das Weibchen die Larven abgelegt hat, liegt es nun am Halter sie aufzuziehen. Am Besten eignen sich Faunaboxen in denen je nach Größe, 3-10 Larven passen. Eine Überfüllung ist zu vermeiden, da sie leider kanibalisch veranlangt sind und ihre eigenen Geschwister bei Futterneid und Platzmangel verschlingen. Bei Faunaboxen sollte man alle 2-3 Tage das Wasser mit einer Spritze absaugen und wechseln. Eine Gruppenhaltung der Larven in einem Aquarium ist auch möglich, und ein Wasserwechsel muss nicht so häufig durchzogen werden. Da ich selber noch keine Erfahrung in der Larvenaufzucht habe, möchte ich hier auch nichts weiter erklären, sondern auf einen Link verweisen:
Feuersalamander.com - Larvenaufzucht Nach der Methamorphose nach ca. 3 Monaten, sind die jungen Salamander ca 5cm groß. Nun sollte man sie in kleinen Faunaboxen aufziehen. Ich zog meine 3 Jungtiere in einer Box mit 30x15 Grundfläche auf, in der man ruhig noch 2 Salamander aufziehen konnte. Die Box muss nicht groß eingerichtet werden, Schaumstoff oder Zewatücher als Untergrund und ein paar Verstecke sind optimal. Zewatücher müssen alle 2 Tage gewechselt werden, halten aber gut Feuchtigkeit. Nun müssen Sie auch die Größe der Futtertiere arg herunterschrauben. Nur kleinste Tiere wie kleine Spinnen oder frisch geschlüpfte Würmer eignen sich gut. Auch hier ist auf die Abwechslung zu achten. Blattläuse und Wiesenplankton sind auch sehr geeignet. Jungtiere sollten viel gefüttert werden, da sie sich in jungen Tagen schnell entwickeln. Mit zunehmender Größe sollte auch das "Becken wachsen". Ich hielt meine 3 Jungtiere ein halbes Jahr in einer 30x15 Faunabox und dann bis jetzt in einem 60x30 Aquarium. Meine Salamander sind nun ca. 14cm groß und ich bin dabei, ein 100er Terrarium zu besorgen.
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Winterruhe


Ende Oktober beginnt man damit, das Futter langsam herunterzuschrauben. Jetzt sollte man (wenn man es noch nicht hat) die Tiere in den Keller oder einem anderen kühlen Ort "lagern". Eine ideale Winterruhe findet bei +8 bis +2°C statt. Futter sollte nur minimal angeboten werden. Wasser muss aber immer frisch vorhanden sein. Für eine erfolgreiche Zucht sollte eine ca. fünfwöchige Futterpause eingehalten werden. Ende Februar ist die Winterruhe vorbei und die "normale" Haltung und Fütterung kann fortgesetzt werden.
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